Tarte Tatin – Vive La France

Klassisch zubereitet handelt es sich um einen goldenen Apfeltraum, voller Karamellgeschmack – Tarte Tatin!
Am besten schmeckt sie noch lauwarm, mit ein wenig Crème fraîche oder doch lieber einer Kugel Vanilleeis?!

Eine weitere köstliche Information – diesen Monat ist es endlich soweit! Vom 11. – 15. Oktober findet die Frankfurter Buchmesse statt! „Normalsterbliche“ erhalten nur am 14. und 15. Oktober Zutritt, die Tage davor bieten mehr Informationen für die Presse und Fachbesucher. Ich liebe die geheimnisvolle Welt der Bücher und besuche die Messe fast jedes Jahr. Es gibt immer viel zu sehen und Neues zu entdecken!

Auch als Pilgerstätte des Cosplays ist die Frankfurter Buchmesse bekannt. Vor allem im Außenbreich werden euch so einige außergewöhnliche Figuren begegnen. Ich sehe dem Treiben immer gerne zu, während ich meinen Kaffee schlürfe und suche nach mir bekannten Figuren. Vielleicht ist ja sogar jemand von euch unter ihnen? Wart ihr bereits auf der Frankfurter Buchmesse und auf was freut ihr euch am meisten? Wie der Titel meiner Reihe „Vive La France“ bereits verrät, ist das diesjährige Gastland, dass köstliche Frankreich! Weitere Informationen zum Gastland sowie Veranstaltungen findet ihr hier.

Tarte Tatin ist eine der Klassiker unter den Klassikern der Französischen Küche, wirklich einfach zuzubereiten und eine wahre Gaumenfreude! Ich habe meine Tarte Tatin, noch lauwarm als Nachtisch serviert und jeder meine Gäste war begeistert. Ihr braucht wirklich keine Angst vor dem Karamell zu haben, es ist wirklich nicht schwierig herzustellen, nur Mut!!!

Der Legende nach ist die köstliche Tarte Tatin im 19. Jahrhundert durch einen kleinen Unfall der „Tatin Schwestern“ entstanden. Die Schwestern wollten einen Apfelkuchen für ihre Gäste zubereiten, doch eine der Beiden hatte vergessen den Boden unter die Äpfel zu geben. Sie bemerkten den Fehler erst nachdem sie den Apfelkuchen aus dem Ofen geholt haben. Um das Ganze zu retten gaben sie im Nachhinein noch den Boden über die Äpfel. Den fertig gebackenen „Zufall“ stürzten die Schwestern auf eine Platte und servierten ihn noch warm ihren Gästen. Die Tarte Tatin war geboren, ein Glücksfall für uns, denn so können wir sie heute genießen!

Ich kenne Tarte Tatin in drei unterschiedlichen Varianten. Mit Pâte Brisée – ungesüßter Mürbeteig, Pâte Sablée – süßer Mürbeteig oder Pâte Feuilletée – Blätterteig. Ich stelle euch Heute die Variante mit „Pâte sablée“ vor. Tarte Tatin kann auch mit anderen Obstsorten zubereitet werden, wie z.B. Birnen, Pfirsichen oder Bananen. An einer Banana Tarte Tatin , werde ich mich sicher auch noch versuchen, haaach ja… köstlich!

In Aurélie Bastian’s „Tartes & Tartlettes“, erschienen im Bassermann Verlag, findet ihr einige spannende Rezepte. Wie zum Beispiel ein geniales  Tarte Tatin „Pfirsisch-Lavendel“ Rezept! Vielleicht klingt das in euren Ohren ja genauso köstlich wie in meinen und ihr sucht auch nach weiteren Tarte Inspirationen?!

Vorab sei gesagt: Falls ihr Probleme oder Fragen habt, werdet ihr bestimmt hinter der Geheimtür eine Lösung finden.

Ihr benötigt eine Tarte Tatin Form oder eine runde Auflaufform mit einem Durchmesser von etwa 24cm, ein wenig Mut und Zuversicht

Für den Pâte Sablée

  • 120g          Butter
  • 130g          Zucker
  • 1                   Ei
  • 1/4 Tl        Salz
  • 250g          Mehl
  •                       ♥

Bei Pâte Sablée handelt es sich um einen süßen Mürbeteig, den wir als erstes zubereiten, da er ein wenig ruhen muss. Ich mixe dafür kurz Butter, Zucker, Ei und das Salz mit meinem Handrührgerät durch und knete anschließend das Mehl so lange unter bis sich ein einheitlicher Teig bildet. Bei Bedarf könnt ihr auch ein wenig Orangenschale in den Teig geben, ist aber kein Muss! Knetet euren Teig wirklich nicht länger als nötig, drückt ihn dann ein wenig flach und stellt ihn verpackt in Frischhaltefolie für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.

Für den Karamell

  • 180g       Zucker
  • 100g       Butter
  • 1/4 Tl     Salz
  •                    ♥

Gebt den Zucker in eine breite Pfanne und lasst ihn langsam schmelzen. Rührt zwischendurch vorsichtig die oberen Zuckerkristalle unter, bis ihr einen schönen Karamellton erhaltet. Rührt nun die Butter, mit eurem Salz unter und lasst euer Karamell unter Rühren noch einen Moment blubbern, bis sich wirklich alles gut verbunden hat! Gebt das Karamell jetzt komplett in eure runde Form und stellt diese bei Seite. Um eventuelle Reste aus der Pfanne zu entfernen, kocht in ihr etwas Wasser auf!

Für die Äpfel

  • 10-12         säuerliche Äpfel
  • 3 El              Zitronensaft
  • 80g              Butter
  • 20g              Zucker
  • 1/4 Tl         Zimt
  •                        ♥

Zu Beginn stellt eine große Schüssel voll Wasser bereit und gebt den Zitronensaft hinein. Nun schält nach und nach eure Äpfel, schneidet sie in Viertel und gebt sie sofort in euer Zitronenwasser. Wenn ihr alle Äpfel geviertelt habt, gießt das Wasser gut ab, schmelzt dann die Butter zusammen mit Zucker und Zimt in einem großen Topf. Schwenkt eure Apfelstücke darin und dünstet sie bei mittlerer Hitze mit geschlossenem Deckel für 10-15 Minuten. Rührt zwischendurch vorsichtig die Apfelstücke durch und testet mit Hilfe eines Messers den Härtegrad! Die Äpfel sollten nachgeben. aber auf keinen Fall anfangen zu zerfallen! Trennt die gekochten Apfelstücke so gut es geht von der restlichen Flüssigkeit und lasst sie abkühlen.

Stellt nun eure Form mit der inzwischen ausgehärteten Karamellschicht bereit und fächert eure geviertelten Äpfel von außen nach innen auf. Holt euren Pâte Sablée aus dem Kühlschrank und rollt ihn 6-8 mm dick aus. Verwendet ein wenig Mehl, damit euer Teig nicht auf der Arbeitsfläche kleben bleibt! Schneidet dann einen etwa 26 cm großen Kreis aus dem Teig und gebt ihn über die Äpfel. Drückt den Teig am Rand nach unten an, faltet den überstehenden Rest einfach in Richtung Mitte und drückt ihn vorsichtig fest. Stecht nun noch mit Hilfe einer Gabel einige Löcher in den Teig, so kann überschüssige Flüssigkeit besser verdampfen!

Backt eure Tarte Tatin bei 160C° Umluft für ca. 45 Minuten und lasst sie anschließend für 15 Minuten abkühlen. Jetzt stellt ihr euren Servierteller umgedreht auf die Form, nehmt ein paar Backhandschuhe zu Hilfe und dreht das Ganze einmal mit Schwung auf den Kopf. Nun sollte eure Tarte Tatin vollständig aus der Form „gefallen“ sein und euch köstlich auf dem Teller entgegen glänzen. Wer die Tarte noch ein wenig mehr zum glänzen bringen möchte, bestreicht sie noch mit ein wenig erwärmten Apfel- oder Aprikosengelee. Traditionell wird ein wenig glatt gerührte Crème Fraîche dazu gereicht, aber etwas Vanilleeis könnte ich mir auch gut zur noch warmen Tarte Tatin vorstellen!

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